Kleinkaliber-Gewehr Liegendkampf

Olympisch für Herren bis 2016

Eine Herausforderung an das Durchhaltevermögen

  • Anschlag Liegend
  • Schusszahl 60
  • Zeit 90 Minuten
  • Distanz 50 Meter

50-Meter-Gewehrspiegel

Durchmesser gesamt: 145,4 mm

Durchmesser schwarz: 112,4 mm

Durchmesser Außenzehnerring: 10,4 mm

Durchmesser Innenzehnerring: 5,0 mm

Übrigens: Beim Liegendanschlag im Biathlon entspricht die gültige Trefferfläche dem 8er-Ring des Gewehrspiegels. Beim Liegendkampf auf Leistungssportniveau ist jeder Treffer unterhalb er zehn unerwüscht.

Kleinkaliber

Die Liegendkampf wird mit dem Kleinkaliber-Sportgewehr geschossen. Kleinkaliber-Sportgewehre sind einschüssig, als Feuerwaffen jedoch erlaubnispflichtig. Das Mindestalter für diese Disziplin liegt deswegen bei 14 Jahren.

Die Kleinkaliber-Patrone 5,6mm lfb (.22 lr) hat eine Schießpulverladung in der Messinghülse, die beim Abbrennen die Bleispitze abschießt. Die Hülse muss nach dem Schuss von Hand aus dem Pratronenlager entnommen werden.

Am Riemen

Beim liegenden Anschlage liegt das Gewehr auf der linken Handfläche. Dabei stützt sich nur der Ellenbogen des linkes Arms auf dem Boden oder der Pritsche auf. Dabei darf der Arm das Gewicht des Gewehrs nicht aktiv stützen, denn durch die dazu nötige Muskelanspannung wird die Haltung instabil. Um das zu vermeinden, ist an Schaft des Gewehrs ein Riemen befestigt, der über die Handfläche und den Unterarm zur Schulter verläuft. Der linke Arme liegt in dem Riemen und wird dadurch auf der richtigen Höhe gehalten. Die Belastung duch das Gewicht des Gewehres wird dadruch allerdings nicht gemindert, zumal der Schütze 1,5 Studen in dieser Haltung verharrt. Vor allem wenn dabei der Arm einschläft, geht das Gefühl für die richtige Lage des Gewehrs verloren.

Höchster Präzisionsanspruch

Der liegende Anschlag ist die stabilste der Anschlagesarten im Gewehrsport. Dadurch ist aber auch der Anspruch an die Präzision am höchsten. Treffer jenseits der Acht sind auch im Amateurbereich unerwünscht. Zwar fehlt das das Schwanken des gesamten Körpers, der im stehenden Anschlag zu abweichenden Treffern führe kann, dafür wirken sich Fehlhaltungen und Muskelanspannung um so mehr aus. Dabei kann schon ein zu fester Griff beim Abziehen dafür sorgen, dass das Gewehr in diesem Moment zur Seite sieht, oder ein zuweit angewinkeltes Beim die Visierlinie verschiebt.