Kleinkalibergewehr 50 Meter

Dreistellungskampf-Ableger

  • Anschlag Stehend
  • Schusszahl 30
  • Zeit 45 Minuten
  • Distanz 50 Meter

50m-Gewehr-Spiegel

Durchmesser gesamt: 145,4 mm

Durchmesser schwarz: 112,4 mm

Durchmesser Außenzehnerring: 10,4 mm

Durchmesser Innenzehnerring: 5,0 mm

Übrigens: Das Schwarze der Klappscheiben beim Biathlon entspricht dem kompletten Schwarzen dieser Scheibe. Für einen gültigen Schuss reicht schon ein Treffer im äußeren Bereich. Für einen Sportschützen zählt ein solcher Treffer vier Ringe und ist eigentlich eine Blamage.

Wer Luftgewehr kann, kann das noch lange nicht.

Unter Gewehrschützen gilt der stehende Anschlag über 50 Meter als undankbarste Disziplin. Im Ablauf gleicht sie dem Luftgewehr und dem 100-Meter-Gewehr und ist auch Bestandteil des Dreistellungskampfes. Während beim Luftgewehr und 100-Meter die Ergebnisse in der Regel ähnlich sind, fällt das Trefferbild beim 50-Meter nicht selten durch eine größere Streuung, selbst wenn das gleiche Gewehr mit der gleichen Visierung genutzt wird. Eine verbreitete Erklärung besteht darin, dass der 50-Meter Spiegel ein anderes Größenverhältnis hat, während 10-Meter- und 100-Meter-Spiegel auf die jeweilige Distanz nahezu gleich groß erscheinen. Nichts desto trotz etabliert sich die 50-Meter-Disziplin für den Sportnachwuchs im Anschluss an das Luftgewehr zum Einstieg in die KK-Disziplinen.

Nachhalten, nachhalten und nachhalten

Nachhalten bedeutet, nach dem Abziehen nicht sofort die Waffe abzusetzen, sondern noch ein bis zwei Sekunden im Anschlag in Richtung Ziel zu halten. Auch wenn der Schuss raus ist, kann das sofortige Ansetzen der Waffe, dafür sorgen, dass der Schuss verreißt. Während sich beim 10 Meter aufgrund der Geringen entferneung und beim 100 Meter aufgrund der großen Scheiben die folgen noch in Grenzen halten, kann über 50 Meter versäumtes Nachhalten eine Abweichung um drei Ringe oder mehr ausmachen.

Variante Zielfernrohr

Vor 2018 existierte die Disziplin nur als Kleinkalibergewehr 50-Meter Zielfernrohr. Anstatt Diopter und Korntunnel wird die Scheiben druch ein Zielfernrohr anvisiert. Das ist keineswegs einfacher, denn durch die Vergrößerung wird das Wackeln viel stärker wahrgenommen. Mit der Überarbeitung der Sportordnung ist die Wahl der Visierung freigestellt. Sportler, die sich für den Diopter eintscheiden, sind klar in der Mehrheit.