Rundenwettkampf Luftgewehr Auflage
29.10.2025

881 : 867

Mit den Pistolenwettbewerben am zweiten Wochenende sind die Duisburger Stadtmeisterschaften 2025 im Sportschießen abgeschlossen. Ausgetragen wurden die Disziplinen 10m Luftpistole und Luftpistole Auflage, 50m Pistole, 25m Pistole Sportpistole, beidhändig und Auflage, sowie 25m Standardpistole. Grade rechtzeitig waren die drei beschädigten 50-Meter-Bahnen in der Sporthalle Krefelder Straße wieder funktionsfähig gemacht worden.
Mit insgesamt 53 Starts war die Schießsportabteilung des PSV Duisburg hier klar am stärksten vertreten, gefolgt von 28 vom ETuS Wedau, gleichwohl etliche Sportler in zwei oder mehr Disziplinen antraten. 8 Starts absolvierten die Pistolenschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim. Drei Starts verzeichnete außerdem der BSV Wedau in den Senioren-Disziplinen mit aufgelegter Pistole.
Nachwuchsschützen dagegen traten in den Pistolenwettbewerben nicht an. Schon am Gewehrwochenende war es ausschließlich der BSV Rheinhausen-Bergheim, der Schüler, Jugend- und Juniorenklassen im Luftgewehr an den Start brachte. In den Vereinen mit Schwerpunkten auf die Pistolendisziplinen fehlen diese scheinbar.
Dementsprechend startete die Einsteigerdisziplin Luftpistole auch mit der Klasse Herren/Damen I (ab 21). Die Titel gingen mit Nils Nierth (366) und Anna Bonet (341, einzige Starterin) an den PSV, ebenso wie Damen II (Ann-Kathrin Bauroth, 310) und Herren III (Murat Isik, 356). Bei den Damen IV war Silke Woller (266) die einzige Starterin.
Bei den Herren II mussten die PSV-Schützen dagegen hinter dem Rheinhauser Martin Breuer zurückstehen. Berufsbedingt kaum beim Training, setzte er sich dennoch mit 360 deutliche vom Zweitplatzierten Jens Golla (345) ab. Gleiches galt für die Herren IV, wo Jochen Weber vom ETuS Wedau mit 344 vor Peter Kubitza (Rheinhausen, 335) Stadtmeister wurde. Bei den Herren V trat nur Dieter Velvendick (ETuS, 331) an.
In der Senioren-Disziplin Luftpistole Auflage dagegen mussten die ETuS-Schützen hinter Rheinhausen (Udo Knieper, Sen III, 249,8) und Wedau (Wolfgang Walter, Sen IV, 269,7) zurückstehen, während bei den Seniorinne IV und Senioren V nur die Wedauer Sieglinde Ohl (279,8), bzw. Klaus Peter Kroll (265,3) an den Start gingen.
Gering war der Zuspruch bei der als technisch schwierig geltenden 50-Meter-Pistole. Nur fünf Schützen fanden sich für diese Disziplin. Bei den Herren I siegte Nils Nierth (PSV, 209) vor Vereinskollegen Paul Georg Baaske (171). Den Titel der Herren IV holte Jochen Weber (228) vor Thorsten Mank (198, beide ETuS) und Peter Kubitza (172, Rheinhausen).
Seinen dritten Stadtmeistertitel sicherte sich Nils Nierth in der 25-Meter-Pistole (261). Die Titel der Herren II (Sven Nijs, 218) und III (Murat Isik, 253) gingen ebenfalls an den PSV. Bei den Herren III durchbrach lediglich der Rheinhauser Sager Bader (Platz 3, 244) die Reihe der Polizeisportschützen. Bei den Herren IV und V dagegen gingen die Titel mit Jochen Weber (249) und Dieter Velvendick (218) an den ETuS. Peter Kubitza (217), Olaf Berg (195 und Udo Knieper (152) kamen für Rheinhausen auf Platz 6, 8 und 10.
Knieper war auch der einzige Starter der Senioren-Disziplin 25m-Pistole Auflage und erreichte 238 Ringe. Größerem Zuspruch erfreute sich dagegen die beidhändige 25m-Pistole, gleichwohl auch hier die Titel der Senioren I – IV an den PSV gingen.
In den Damen-, bzw. Seniorinnen-Klasse trat übrigens abseits der Luftpistole niemand an – und dies, obwohl die 25m-Meter-Pistole für Damen olympisch ist, nicht aber für Herren. Von Männersache kann in dieser Disziplin eigentlich keine Rede sein.
In der Standardpistole dagegen, in der zwölf Serien zu fünf Schuss in immer kürzeren Zeitlimits bis hin zu zehn Sekunden geschossen werden, zählte auch Anna Bonet zu den die zwölf Startern des PSV, allerdings bei den Herren I, da in dieser Disziplin keine eigene Damenklasse ausgeschrieben ist. Dazu gesellten sich bei den Herren IV drei vom ETuS Wedau. In dieser Klasse wurde dann auch Jochen Weber mit 478 Stadtmeister. Den vierten Titel in der vierten Disziplin verpasste Nils Nierth (446) und wurde zweiter hinter Paul Georg Baasken (473), bei den Herren II und III siegten Sven Nijs (442) und Marius Peter Martynko (470).
Der PSV hätte bei der starken Starterzahl seine Titel sogar noch steigern können, hätte er nicht auf die Meldung von Mannschaften verzichtet. So blieben die Team-Wertungen in den Händen von Rheinhausen, ETuS und Wedau. Nach Rheinhausen ging der Titel in der Luftpistole der Herren I, nach Wedau in der Luftpistole Auflage, zum ETuS Luftpistole Herren III, 25m Pistole beidhändig und Standardpistole Herren I mit jeweils der einzigen gemeldeten Mannschaft. Die einzige Mannschaftskonkurrenz ergab sich in der 25m-Pistole der Herren III zwischen ETuS (702) und Rheinhausen (564).
Am ersten Wochenende der Stadtmeisterschaft Sportschießen 2025 hat der BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. gleich zehn Titel auf die linke Rheinseite geholt, dazu je fünf zweite und dritte Plätze.
Allein die Hälfte davon steuerte am Samstag auf dem Schießstand des BSV Wedau die Jugend mit dem Luftgewehr bei. Die Rheinhauser hatten den einzigen Nachwuchs, der an diesem Wochenende an den Start ging. Zunächst hatte es Verwirrung um die Altersklasseneinteilung gegeben. Laut Ausschreibung sollten die Klassen des Jahres 2025 gelten. Das neue Sportjahr 2026 beginnt jedoch am 1. Oktober, die aktualisierte Software teilte die Schützen nach den aktuellen Altersklassen ein. So fanden sich die Rheinhauser Schüler plötzlich in der Jugendklasse wieder und hätten 40 statt 20 Schuss absolvieren müssen. Es blieb aber dann beim Halbprogramm. So wurde Adrijan Rajkovic (101,8, Schüler m), Jonas Liebig (174,7, Jugend m) und Nicole Scharf (179,2, Jugend w) sowie die Juniorin Lucia Nannig (297,3) jeweils Stadtmeister.
War der Nachwuchs ein Rheinhausen-interner Wettbewerb, sah es bei den Herren und Damen mit dem Luftgewehr ähnlich aus. Nachdem die Rheinhauserin Daniela Breuer ihren Start kurzfristig nicht hatte wahrnehmen können, war Victoria Szemeit (Damen I) vom BSV Hamborn Marxloh die einzige Luftgewehr-Starterin, die nicht von DJK Buchholz kam. Mit 377,7 wurde sie zweite hinter Svenja Krüger (403,0). Nach Buchholz gingen die Titel der Herren I (Nico Wenders, 360,1), Herren II (Michael Niesta, 383,3), Damen II (Nicole Dechnar, 392,5), Herren III (Frank Wenders, 393,7) und Alois Buschfort (360,3).
Auch im Luftgewehr Auflage dominierten zwei Vereine das Starterfeld: acht Starter vom BSV Wedau und sieben vom BSV Rheinhausen Bergheim. Dazu kamen vier aus Buchholz, je drei von BSV Hamborn-Marxloh und der St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1420 und ein Starter der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Duissern, verteilt auf die Altersklassen Herren II und Senioren m und w I bis VI. Die Titel der Herren II, Senioren I m und w und Senioren III m gingen dabei mit Michael Niesta (308,2), Frank Wenders (317,2), Sabine Lawrenz (313,2) und Alois Buschfort (309,7) nach Buchholz.
Senioren II m und w holten Thomas (310,3) und Marine Hopp (298,8) nach Rheinhausen, ebenso wie Rolf Kroniger (308,1) bei den Senioren V. Klauspeter Hennes fehlten mit 306,5 nur 0,4 Ringen für den Titel bei den Senioren IV. Der ging mit 306,8 an Wolfgang Walter von Wedau, ebenso wie bei den Senioren III w (Monika Mai, 310,3)
Einzige Starterin bei den Senioren V w war die Duissenerin Monika Blümel (285,2), während bei den Senioren IV m die St. Sebastianer Lothar Bargel (301,0) und Wilfried Michels die Plätze unter sich ausmachten.




Am Sonntag folgten die Wettbewerbe im Kleinkalibergewehr Auflage. Hier hatte zunächst Ort und Zeit für Verwirrung gesorgt, war in der Ausschreibung doch das kommende Wochenende und die Sporthalle Krefelder Straße angegeben. Stattdessen fand sich auf den Startbenachrichtigungen der 05.10. und der Schießstand der KKS Brünen in Hamminkeln(!) – eine Stunde Anfahrt zur Stadtmeisterschaft. Prompt konnten zwei Starter des BSV Rheinhausen-Bergheim nicht antreten, sie waren bei der Meldung vom zweiten Wochenende ausgegangen. Anbetracht des Zustandes des der überalterten Sportanlagen in Rheinhausen – nach Reparatur(!) sind von acht 50-Meter-Bahnen nur fünf funktionsfähig – gibt es für den Schießsport in Duisburg wenig Möglichkeiten, Meisterschaften durchzuführen. In Brünen allerdings hatten etliche Schützen, die altersbedingt im Sitzen schießen, mit zu hohen Auflagenständern zu kämpfen, die ein genaues Ansetzen des Gewehrs zum Teil unmöglich machten – in einer Präzisionssportart eigentlich ein Unding.
Dennoch brachte der BSV Rheinhausen-Bergheim an zweiten Tag mit acht Schützen das größte Teilnehmerfeld an den Start. Von Buchholz traten zwei an, von Wedau fünf, von den St. Sebastianern 1420 drei. Entsprechen brachten auch nur Rheinhausen zwei und Wedau eine Mannschaft in der offenen Seniorenklasse zusammen.
Die Buchholzer Michael Niesta (Herren II, 299,8) und Frank Wenders (Senioren I, 296,7) waren in ihren Klassen Einzelstarter. Bei den Senioren III m holte Peter Kubitza (295,5) den Titel vor Michale Cramer (1420, 283,4) nach Rheinhausen, bei den Senioren III w ging er mit Monika Mai (296,6) nach Wedau.
Am stärksten vertreten waren die Senioren IV m, klar dominiert von Rheinhausen. Ironischerweise holte hier ausgerechnet Wolfgang Samel mit 290,7 den Titel, dessen Erstverein der SV Moers-Vinn ist. Ihm folgten Walter Heßhaus auf Platz zwei mit nur 0,3 Ringen Unterschied (290,4), Klauspeter Hennes (286,6) und Harald Breuer (282,4). Rolf Kroniger (285,9) musste sich bei den Senioren V mit Platz zwei hinter Jochen Herzog (287,9, Wedau) zufriedengeben. Die Starter der Senioren IV waren, wie im Luftgewehr Auflage Lothar Bargel (299,9) und Wilfried Michels (296,2) von den St. Sebastianern 1420.
Am kommenden Wochenende wird die Stadtmeisterschaft mit den Pistolenwettbewerben fortgesetzt, diesmal in Rheinhausen.
Knapp 70 Mitglieder und Begleitung, Freunde sowie Delegationen des BSV Holderberg-Bettenkamp und SV Moers-Hülsdonk hatten sich zur 100-Jahres-Feier des Bürgerschützenverein Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. in der Vereinsgaststätte des VfL Rheinhausen in Bergheim versammelt – direkt gegenüber der (kürzlich ausgebrannten) ersten Heimstatt des Vereins, der Gaststätte Ohlmann.
Für eine Überraschung sorgte jedoch noch ein weiterer Gast: trotz Wahlkampf-Endspurt hatte Oberbürgermeister Sören Link (SPD) am Vorabend der Stichwahl die Zeit gefunden, einer persönlichen Einladung zu folgen, die BSV-Geschäftsführer Klauspeter Hennes spontan bei der Cölvebrücken-Eröffnung ausgesprochen hatte.
Zusammen mit der Stellvertretenden Bürgermeisterin Sylvia Linn (CDU) hielt er die Laudatio. Dabei wies er darauf hin, dass der BSV nicht nur sein 100jähriges Bestehen feiern könne, sondern auch 50 Jahre ohne Schützenfest, als reiner Sportverein, der sich voll und ganz dem Schießsport inklusive Nachwuchsförderung widmet. Dies sei ein Alleinstellungsmerkmal in Duisburg, auf das der Verein stolz sein könne.
In der Tat liegt der aktuelle und anhaltende Erfolg des Vereins darin begründet, breit aufgestellten Schießsport anbieten zu können auch und grade für jene, die mit dem traditionellen Schützenbrauchtum wenig anzufangen wissen, und damit eine Alternative zu den klassischen Schützenvereinen bietet.
So hatte Sylvia Linn den Worten des OB wenig hinzuzufügen und ging stattdessen zur Ehrung über, indem sie die Urkunde zum 100jährigen Vereinsbestehen verlas und zusammen mit der Medaille des Landes Nordrhein-Westfalen dem Ersten Vorsitzenden Olaf Berg überreichte.
Noch ehe die Stellvertretende Vorsitzendes des Stadtsportbundes, Sandra Niedzwiedz, ihrerseits ein Glückwunschschreiben samt Scheck des SSB übergeben konnte, überraschte BSV-Geschäftsführer Klauspeter Hennes sie mit einem gerahmten Mitgliedsantrag des BSV für den Förderverein des Damwildgeheges in Volkspark Rheinhausen, dessen Vorsitzende Niedzwiedz ist. Zukünftig will sich der BSV auch mit der inzwischen über zehnköpfigen Vereinsjugend für das Wildgehege engagieren und gemeinsame Aktionen durchführen.















Die geglückte Überraschung veranlasste die Gäste aus der Politik, zu denen auch Bezirksbürgermeisterin Elisabeth Liß (SPD) gehörte, das Engagement und die Zusammenarbeit der Vereine für und in Rheinhausen zu loben, insbesondere für Jugendliche Angebote zu schaffen. Niedzwiedz fand bezüglich des Schießsports hier treffende Worte: Jugendliche und Waffen, das sei ein heikles Thema. Die Jugendarbeit des BSV zeige ihnen aber, dass Gewehre und Pistolen nicht nur für den Kampf, sondern auch für den Sport verwendet werden können.
Auch als der Abend in den gemütlichen Teil überging, blieb gesellschaftliches Engagement Teil des Programms. Eine Tombola zugunsten des Kinderheims Sankt Josef in Friemersheim bracht rund 400 Euro ein, während Vereinsmitglieder und Gäste ihre Sachpreise einer Wichtelbescherung gleich gut gelaunt aus den über 200 großen und kleinen Haushaltsgegenständen heraussuchten und das eine oder andere nicht passend untereinander tauschten. Auf nicht eingelöste Preise dürfen sich das KaDeDi und das Café Klamotte freuen. Den Hauptgewinn, ein Jahr Beitragsfreiheit, zog indes ausgerechnet der Erste Vorsitzende Olaf Berg.
Den Abschluss des Abends bildete schließlich ein Schätzspiel: Ein mit Kleinkaliber-Hülsen gefüllter Waffeleimer, die Ehrenmitglied Harald Breuer einzeln abgezählt hatte. Von allen abgegebenen Schätzungen landete Markus Wolfgarten den genauen Treffer und hatte als erster die Auswahl aus vier roten Überraschungspaketen. Seine Zahl: 1925.