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Der 25-Meter-Stand – eine Chronologie

Die freudige Nachricht erreichte die Sportler des BSV Rheinhausen-Bergheim am Mittwoch Nachmittag: nach rund einem halben Jahr Sperrzeit ist der 25-Meter-Stand in der Sporthalle Krefelder Straße wieder freigegeben. Am Ende ging alles ganz schnell: innerhalb von fünf Wochen wurden die nötigen Arbeiten durchgeführt. Bis damit aber überhaupt erst begonnen wurde, war es ein langer Weg.

November 2023

Sperrung des Standes wegen fehlender Brandschutztür und unzureichender Lüftung

Anfang März 2024

Anfrage der AFD (mit der der BSV zu keiner Zeit in Kontakt stand) im Sportausschuss über die Instandsetzung des Standes. Außer der formalen Antwort von Duisburg Sport geschieht nichts.

01. April 2024

Daniela Breuer, Pressewart des BSV Rheinhausen-Bergheim, veröffentlicht einen  Bericht u.a. auf Lokalkompass.de

https://www.lokalkompass.de/duisburg/c-sport/fehlende-tuer-gefaehrdet-ligateilnahme_a1944135

02. April 2024

Kontakt mit der NRZ-Lokalredaktion Rheinhausen, Redakteur Nick Kaspers beginnt mit der Recherche für einen Artikel.

10. April 2024

Pressefototermin vor Ort mit Kreisvorsitzendem Hans-Gerd Friedrich.

11. April 2024

Die Wandöffnung für die  Brandschutztür ist ausgeschnitten.

18. April

Der Artikel erscheint in der Print/E-Paper-Ausgabe der NRZ/WAZ.

Handwerker bauen am selben Abend mit Überstunden die Bandschutztür ein. O-Ton: „Der Bauleiter sagte, das muss jetzt noch dringen erledigt werden.“

29. April 2024

Ein neuer Anschusstisch ist eingebaut, Auslässe für die Lüftung wurden geliefert.

06. Mai 2024

Die Lüftung ist umgebaut, die Deckenverkleidung fehlt noch.

13. Mai 2024

Letzte Arbeiten an der Lüftung sind abgeschlossen, die Deckenverkleidung angebracht.

15. Mai 2024

Freigabe des Standes

Die zeitliche Nähe vom Einschalten der Lokalpresse und dem Beginn der Arbeiten fällt ins Auge. Schlussfolgerungen bleiben jedem selbst überlassen. In jedem Fall bedanken wir uns bei der Lokalredaktion für das Interesse an unserer Sache und das Engagement.

25-Meter-Stand wieder freigegeben

Die lang ersehnte Nachricht erreichte die Sportschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim am Mittwochnachmittag: der 25-Meter-Stand in der Sporthalle Krefelder Straße ist wieder freigegeben.

Seit Anfang November 2023 war der Schießstand nach einer Begehung durch einen Sachverständigen geschlossen. Die Pistolenschützen des BSV wie auch des ASV Kaldenhausen, des Bergheimer SV und des SV St. Sebastian Hochemmerich standen vor einem Problem: für Disziplin Sportpistole war die Zeitsteuerung der Anlage unabdingbar. Nicht nur fiel die Sperrung genau in das Zeitfenster der Bezirks- und Landesmeisterschaftsvorbereitung. Auch über der kommende Liga-Saison, bei der die Mannschaften des BSV und des Bergheimer SV in Rheinhausen ihre Heimwettkämpfe absolvieren sollten, stand ein Fragezeichen. Mehrfache Nachfragen der Vereinsvorstände nach dem Stand der Arbeiten blieben unbeantwortet. Und dies sollte sich bei zum Abschluss der Bauarbeiten nicht ändern.

Nach beinahe sechs Monaten Stillstand starteten die Umbauarbeiteten am 12. April – bezeichnenderweise genau einen Tag, nachdem Hans-Gerd Friedrich, Vorsitzender der Hochemmericher und kreisvorsitzender des Schützenkreises Moers, zu einem Pressefototermin mit der Lokalredaktion der WAZ/NRZ vor Ort war. Danach ging alles auf einmal ganz schnell: innerhalb von fünf Woche wurde eine zusätzliche Brandschutztür und ein durchgehender Anschusstisch neu eingebaut sowie die Frischlufteinblasung der Lüftungsanlage erweitert.

Am 15. Mai wurde der Stand wieder freigegeben – grade rechtzeitig zum Saisonstart, hatte die Sportpistolenmannschaft des BSV just an diesem Tag doch ihren ersten Auswärtswettkampf. Den Heimwettkämpfen auf dem eigenen Stand steht nun nichts mehr im Wege. Ein fader Beigeschmack bleibt dennoch nicht nur Anbetracht der Tatsache, dass scheinbar erst nach Einschalten der Presse Bewegung in die Sache kam, sondern auch, dass die Vereine erst durch den erschienenen Artikel die Gründe für die monatelange Verzögerung erfuhren.

Sieht fertig aus

Letzte Woche waren die Zuluftleitungen neu verlegt und die Auslasskästen montiert. Heute waren die Kästen mit Platten verdeckt, die die ausgeblasene Luft in Richtung Schießbahn leitet. Und auch die Deckenverkleidung ist wieder angebracht, wenn auch die daraus hervorragenden Leitungen etwas befremdlich wirken. Hoffentlich weiß DuisburgSport, was sie da tun. Immerhin, sieht ziemlich fertig aus. Dem vernehmen nach sollen noch die ehemaligen Corona-Schutzplanen entfernt werden – auch wenn die einen guten Schutz gegen ausgeworfene Hülsen abgeben, aber eben auch die Luftzirkulation behindern. Jetzt warten wir nur noch auf die Standfreigabe.

Es geht voran

Rund drei Wochen ist es her, dass der Kreisvorsitzende des Kreises Moers und erster Vorsitzender des SV St. Sebastian Hochemmerich Hans Gerd Friedrichs zum Pressefototermin auf dem gesperrten 25-Meter-Stand in der Sporthalle Krefelder Straße war. Direkt am nächsten Tag noch bevor der zugehörige Artikel in der NRZ/WAZ erschien, war plötzlich der Wandausschnitt für die benötigte zusätzliche Fluchttür vorhanden. Genaue eine Woche später, am Erscheinungstag des Artikels, trafen die Sportler der BSV Rheinhausen-Bergheim freudig überrascht auf Handwerker, die eben jene Tür einbauten.

Nun geht es sichtbar weiter mit der Ertüchtigung des Schießstandes. Ein neuer, durchgängiger Anschusstisch wurde bereits eingebaut, die Schallschutzplatten rund um die Tür sind wieder angebracht. Außerdem wurde die Lüftung freigelegt, neue Bauteile liegen bereits bereit.

Innerhalb von dreieinhalb Wochen sind die Arbeiten nun so weit fortgeschritten, dass eine Fertigstellung absehbar ist. Das ist erfreulich. Es mag auch sachliche Gründe gegeben haben, dass es fast ein halbes Jahr gedauert hat, ehe mit der Herrichtung begonnen wurde. Der gänzlich fehlende Informationsfluss von Seiten DuisburgSports und der fast schon überstürzte Baubeginn just als die Presse sich mit dem Thema befasste, hinterlässt dennoch den faden Beigeschmack, einfach vergessen worden zu sein.

Habemus Portam

Und plötzlich ging es ganz schnell.

Genau eine Woche, nachdem der Türdurchbruch in der Seitenwand des 25-Meter-Standes gemacht wurde, haben heute Handwerker die Fluchttür eingebaut.

Passenderweise erschien just am heutigen Tag auch der Artikel zum gesperrten Schießstand in der Print- und E-Paper-Ausgabe der NRZ/WAZ. Dort erklärt DuisburgSport die Verzögerung mit „Abstimmungen“ hinsichtlich der Anforderungen der Tür, die bis Ende Februar gedauert hätten. Wohlgemerkt, die Feststellung des Mangels war im November 2023.

Ende Februar also. Die Stadt habe „umgehend“ den Einbau der Türe beauftrat, ist im Artikel zu lesen. Wie gesagt: durchgeführt Mitte April, und zwar auf einmal ganz eilig, wie aus erster Hand zu erfahren war. Immerhin sagt DuisburgSport im Artikel den Abschluss der Arbeiten im Laufe des kommenden Monats zu.

Bezeichnenderweise wurde all dies nur der Presse mitgeteilt. Eine Woche liegt der Pressetermin in der Sporthalle nun zurück. Eine direkte Benachrichtigung der betroffenen Vereine über den Fortschritt, die Hintergründe und die vorausichtliche Fertigstellung ist auch diesmal ausgeblieben.

Und plötzlich war da ein Loch in der Wand

Seit November 2023 ist der 25-Meter-Stand in der Sporthalle Krefelder Straße gesperrt. Das hat nicht nur Auswirkungen auf den Trainingsbetrieb – die Pistolenschützen müssen auf den 50-Meter-Stand ausweichen, ihn sich mit den Gewehrschützen teilen – sondern stellt auch die Ligateilnahme der Sportpistolen-Mannschaften von BSV und Bergheimer SV in Frage. Der anfängliche Aussage von Duisburg Sport, die nötigen Anpassungen im ersten Quartal 2024 vorzunehmen, waren bisher keine Taten gefolgt. Informationen durch DuisburgSport waren ebenfalls nicht zu erhalten.

Zum Ende der Liga-Meldefrist am 30.03. verfasste BSV-Pressewart Daniela Breuer einen Sachstandsbericht, der auf der Online-Seite des Wocheanzeigers veröffenlicht ist, aber auch das Interesse der WAZ/NRZ-Lokalredaktion erregt hat.

Welch erstaunlich zufälliges zeitliches Zusammentreffen, das just am 11.04. die Sportler des BSV Rheinhausen-Bergheim am ihrem donnerstäglichen Trainingsabend einen frischen Türausschnitt in der Wand des 25-Meter-Standes vorfanden. Sollte da jemand aufgewacht sein?

Bleibt nur zu hoffen, dass für den Einbau der Tür und die Verstärkung der Lüftung nicht wieder vier Monate gebraucht werden.

Endlich wieder ein Landesmeister

Mit Adam Jemiola hat der BSV Rheinhausen-Bergheim nach Jahren erstmals wieder einen Landesmeister in seinen Reihen. In der Disziplin 50-Meter-Pistole holte er bei den Landesverbandsmeisterschaften des Rheinischen Schützenbundes den Titel in der Klasse Herren IV mit 505 von 600 möglichen Ringen. Vorausgegangen waren 2022 Platz 6 mit 458 und 2019 (damals noch bei den Herren III) Platz 4 mit 497.

Insgesamt waren fünf Starter des BSV in acht Disziplinen und elf Wettbewerben bei den Landesmeisterschaften angetreten. Weitere Platzierungen holte Daniela Breuer in der Klasse Damen II, die mit dem Kleinkalibergewehr stehend über 100 Meter und 60 Schuss liegend jeweils Dritte wurde. Und auch für den vierten Platz im Kleinkaliber-Dreistellungskampf erhielt sie eine Urkunde – eine Würdigung des sportlichen Engagements. Denn wie eine Mistreiterin am Wettkampftag anmerkte: Frauen über 30 haben seltener Zeit für den trainingsintensiven Leistungssport als Männer.

Es bewegt sich wieder etwas im Schießsport

Mit reichlich Verspätung hatte der BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. seine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung geladen – die eigentlich schon 2020 hätte stattfinden sollen. Nach fast zwei Jahren weitgehenden Stillstand im Schießsport konnte der Vorstand um Geschäftsführer Klauspeter Hennes vermelden: es bewegt sich wieder etwas.

Nach der Feriensperrung findet seit Ende Juli wieder Training in der Sporthalle Krefelder Straße statt, dass von den Sportlern immer häufiger und regelmäßiger wahrgenommen wird. In Eigeninitiative hat der BSV Rheinhausen-Bergheim zudem zunächst den 50-Meter-Stand mit Schutzfolien ausgestattet. Der 25- und 10-Meter-Stand folgen, so dass in kurze unter Einhaltung der Hygienevorschriften wieder alle Schießbahnen genutzt werden können.

Auch hinsichtlich der Instandsetzung der Sportanlage gibt es Fortschritte. So konnte Alt-Vorsitzender Harald Breuer von ein Ortsbegehung mit dem zuständigen Sachbearbeiter und dem Bauleiter von DuisburgSport berichten. Dabei wurde ausdrücklich bekräftigt, dass seitens der Stadt ein Interesse am Erhalt der Anlage besteht. Zur Gewährung des Bestandsschutze ist angedacht, die vorhandene, zum Teil über 40 Jahre alte Technik grundlegend zu überholen und mechanische Verschleißteile komplett zu erneuern. Ein Vertreter der Herstellerfirma soll hinzugezogen werden.

Auch hinsichtlich des zweiten großen Themas zeigte sich so eine Perspektive. Denn auch 2021 wird für die Sportschützen im Westen die Kreismeisterschaft ausfallen. Der bisherige Austragungsort, die Schießanlagen im Henri-Guidet-Zentrum in Moers-Kapellen, ist nach wie vor gesperrt. Laut Information der Kreissportleitung erfolgt die Ausschreibung der Sanierungsarbeiten erste Ende des Jahres. Sollte sich die Anlage an der Krefelder Straße bis Herbst 2022 wieder in verlässlichem, wettkampftauglichem Zustand befinden, so stellte Breuer in seiner Eigenschaft als Langwaffen-Auflage-Referent fest, könnte der Kreis hier einen alternativen Austragungsort finden.

Weiter unklar indes bleibt die Lage bei den Rundenwettkämpfen. Zwar soll die Ligasaison 2022 regulär im Frühjahr starten, doch fehlt einem Großteil der Moerser Vereine der Trainings- und Wettkampfort für die Begegnungen in Kleinkaliber-Gewehr und Sportpistole.

Erfolg vermelden konnte der Vorstand außerdem für den Tag der Offenen Sportstätte, der unter dem Banner des Stadtsportbundes erstmals am 04. September stattgefunden hatte. Über 20 Interessierte hatte den Weg an die Krefelder Straße gefunden und den Schießsport authentisch kennengelernt. Drei neue Mitglieder konnten sofort gewonnen werden.

Neben all den Sachthemen standen außerdem verschobene Ehrungen und nicht zuletzt Vorstandswahlen an. Während Marc Rocke als zweiter Vorsitzende und Klauspeter Hennes als Geschäftsführer bestätigt wurden, hatte die Erste Vorsitzenden Connie Möller ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung gestellt. Zum Nachfolger wurde Olaf Berg gewählt. Ehrungen für die langjährige Mitgliedschaft im BSV Rheinhausen-Bergheim erhielt an diesem Abend unter anderem gleich eine ganze Familie. Die Geschwister Daniela und Martin Breuer empfingen die silberne Nadel für ihre 25jährige Mitgliedschaft, ihre Mutter Monika für 40 Jahre, während Harald Breuer für 50jährige Vereinsmitgliedschaft, in der er vom Jugendleiter bis zum Ersten Vorsitzenden zahlreiche Ämter ausgeübt hatte, geehrt wurde. Die Wahl zum Ehrenmitglied durch Versammlung erfolgte einstimmig. Die Auszeichnung jeweils für 10- bzw., 25jährige Mitgliedschaft erhielten außerdem Leon Meskendahl und Kai Müller.