Alle Beiträge von Daniela Breuer
Putzaktion sorgt für Schießstandfreigabe
Zu Staubsauger und Wischmopp statt Gewehr und Pistole griffen am vergangenen Freitagmorgen (25.01.2013) Schützen des BSV Rheinhausen-Bergheim und des SV St. Sebastian Hochemmerich, um die Schießstände in der Sporthalle Krefelder Straße grundzureinigen. Eigentlich wäre dies die Aufgabe von Duisburg Sport als Betreiber der Anlage gewesen und bereits vor Monaten von der Polizei bei einer routinemäßigen Kontrolle angemahnt worden. Die Vereine, die die Anlagen angemietet haben, hatten hiervon jedoch keine Kenntnis – bis der BSV am vergangenen Donnerstagmittag, wenige Stunden vor dem Training, vom diensthabenden Hallenwart quasi über den inoffiziellen kurzen Dienstweg über die sofortige Sperrung der 25- und 50-Meter-Stände für die Klein- und Großkaliberdisziplinen informiert wurde. Der Hintergrund klärte sich erst nach Rückfrage bei Duisburg Sport auf. Dort hatte man festgestellt, dass die bis dato mit der Reinigung der Stände beauftragte Firma die nach dem Sprengstoffgesetz erforderliche Zulassung für diese Arbeit, das entfernen von Pulverresten und Bleiabrieb, nicht besaß. So fiel offenbar die Entscheidung „Sperrung statt Reinigung“. Dass sich unter den Schützen möglicherweise jemand finden mochte, der diese Zulassung besitzt, schien dabei nicht Betracht gezogen worden zu sein. Glücklicherweise verhielt es sich jedoch so und mit einem geliehenen Spezialstabsauger, Besen, Wischmopp und unvermutet guter Laune gingen am Freitagmorgen 10 Herren und eine Dame ans Werk und retteten so nicht zuletzt auch das bereits angekündigte Königsschießen der St. Sebastianer am darauffolgenden Samstag.
[vslider name = „Putzaktion“]
Ließ sich das aktuelle Problem diesmal durch das spontane Engagement der Schützen lösen, so war es doch nur das jüngste Kapitel in einer seit Herbst letzten Jahres andauernden Reihe unliebsamer Überraschungen. Im Oktober nämlich hatte die Polizei die Schießstände kontrolliert, einige Mängel festgestellt und Duisburg Sport als Betreiber die Beseitigung derselben zur Auflage gemacht. Über Art und Umfang der Mängel wurden die Vereine nicht informiert, noch über eine mögliche drohende Sperrung der Anlagen.


Recht zügig wurden dann auch die Stahllamellen der Kugelfänge auf der 50-Meter-Anlage ausgebessert. Weitere Arbeiten blieben aber aus, bis die Schützen dann Anfang November unvermittelt vor verschlossener Tür standen. Die Polizei hatte den 10-Meter-Stand für Luftgewehre gesperrt. Die Stadt hatte die geforderte Ausbesserung der mit den Jahren doch reichlich zerlöcherten Gipskartonplatten hintern den Kugelfängen versäumt.

Beinahe vier Wochen benötigte es, um an der Rückwand Stahlblechplatten anzubringen und diese mit an Dachlatten befestigten einfachen Bau-Abdeckplanen zu verhängen, um zurückprallende Bleigeschosse aufzuhalten – eine Konstruktion, die bei den sachkundigen Schützen nur ratloses Kopfschütteln hervorrief, hätte laut den behördlichen Baurichtlinien für Schießstände ein Ersatz der Gipskartonplatten doch ausgereicht und wäre für die Stadt möglicherweise sogar günstiger gewesen.
Schwerer für den Verein wog indes der Trainingsausfall, nicht nur für die Sportler unmittelbar vor den Kreismeisterschaften, sondern vor allem für die Neueinsteiger und insbesondere die Vereinsjugend, die mit nichts anderem als Luftgewehr und Luftpistole schießen darf.
Zuletzt folgte nun die gerade noch abgewendete Sperrung der 25- und 50-Meter-Anlagen. Hier wäre ein längerfristiger Trainingsausfall nicht nur hinsichtlich der sportlichen Leistungen zum Problem geworden. Sportschützen, die eine erlaubnispflichtige Schusswaffe besitzen, müssen für das Fortbestehen ihrer Besitzerlaubnis gegenüber der Polizei eine bestimmte Anzahl an Trainingseinheiten nachweisen. Eine alternative Trainingsmöglichkeit zu den Ständen in der Sporthalle gibt es nicht, denn keiner der die dortigen Anlage nutzenden Vereine verfügt über ein eigenes Schützenhaus o.ä.
Als größtes Ärgernis bei all diesen Vorkommnissen stellt sich jedoch die mangelnde Kommunikation mit den Nutzern der Anlagen dar, und dies nicht nur bezogen auf die offenkundige Unfähigkeit, zeitnah über eine Sperrung zu informieren. Manch ein argwöhnischer Geist mag hier schon ein System oder das bewusste ignorieren einer Randsportart mutmaßen.
Doch grade bei einem derart gesetzlich regulierten Sport wie dem Schießsport sollte es doch nahe liegen, dass unter den Sportlern Personen anzutreffen sind, die über entsprechende behördlich bescheinigte Sach- und Fachkunde verfügen. Unverständlich, warum anfallende Aufgaben wie Reinigungs- oder Ausbesserungsarbeiten, die ja stets mit behördlichen Auflagen verbunden sind, nicht mitgeteilt werden, so dass man für das eine oder andere eine gemeinsame Lösung finden könnte. Unverständlich, warum es immer wieder dazu kommen muss, dass die Vereine ohne Vorwarnung vor verschlossenen Türen steht. Denn dass die Schützen durchaus bereit sind, sich für den Erhalt ihrer Trainingsstätte zu engagieren und sich nicht auf ihrem Mieter-Status auszuruhen, hat doch nicht zuletzt die Putzaktion am Freitag gezeigt.
25- und 50-Meter-Stand bis auf Weiteres gesperrt
Bis auf Weiteres sind der 25-Meter und der 50-Meter-Stand in der Sporthalle Krefelder Straße gesperrt.
Soweit der Vorstand informiert ist, wurde seitens der Polizei bereits Ende letzten Jahres eine fachkundige Reinigung der Stände, insbesondere hinsichtlich Pulverrückständen, angemahnt. Dies wurde uns von Duisburg Sport weder mitgteilt noch ausgeführt. Statt dessen hat Duisbrg Sport die betreffenden Stände nun gesperrt.
Das Training und alle KK-Rundenwettkämpfe können bis auf weiteres nicht stattfinden. Eventuelle Regelungen zur Vereinsmeisterschaft werden kurzfristig getroffen.
Der Luftgewehrstand ist nicht betroffen.
Höhen und Tiefen bei der Kreismeisterschaft
Die erste Meisterschaft des Jahres 2013 fand für die Sportschützen vom BSV Rheinhausen-Bergheim noch im alten Jahr statt, doch erst jetzt liegen sämtliche Ergebnisse der Kreismeisterschaft 2013 des Kreises 031 Moers in Gänze vor. Und so offenbarte sich nun, dass es vor allem den Luftgewehr- und Luftpistolen-Schützen allzu häufig nicht gelungen war, an ihre Erfolge aus den Vorjahren anzuknüpfen – und das leider nicht unerwartet.
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Deutsche Meisterschaft 2012
B.S.V.-Schützen halten rheinhauser Fahne hoch
Am 1./2. und 8./9. September 2012 fanden die Stadtmeisterschaften der Fachschaft Sportschießen des Stadtsportbundes statt. Wie schon in den vergangenen Jahren wurden die Wettkämpfe auf der Schießanlage in der Sporthalle Krefelder Straße in Rheinhausen ausgetragen – und in diesem Jahr erstmals wieder mit Beteiligung von Vereinen aus dem Duisburger Westen. Nun liegen Teilnehmerzahlen und Ergebnisse vollständig vor.
B.S.V.-Schützen halten rheinhauser Fahne hoch weiterlesenStadtmeisterschaft 2012
Senioren qualifizieren sich für die Deutsche Meisterschaft
Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte haben sich zwei Sportler des BSV Rheinhausen-Bergheim für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften des Deutschen Schützenbundes (DSB) qualifiziert. Am 05. Oktober treten Harald Breuer und Rolf Kroniger in Hannover in der Disziplin Kleinkalibergewehr „Carl Zeiss“ aufgelegt über 50 Meter an.
Senioren qualifizieren sich für die Deutsche Meisterschaft weiterlesenGelungene Präsentation auf dem Parkfest
„Das wusste ich noch garnicht.“ In diesem Satz lassen sich viele der Kommentare zusammenfassen, die die Besucher des SPD-Parkfestes in Rheinhausen am Präsentationsstand des B.S.V. Rheinhausen-Bergheim äußerten. Gemeint war die Tatsachen, dass Schießsport, aktuell durch Oympia wieder etwas mehr ins Blickfeld gerückt, in den örtlichen Schützenvereinen betrieben wird. Eine Selbstverständlichkeit, müsste man meinen, denn was wird dort auch sonst getan? Doch viele bringen mit „Schützenverein“ offenbar in erste Linie Schützenkönige, Vogelschießen, Umzug und Schützenfest in Verbindung.
Ganz ohne König, Uniformen und Paraden betreibt der B.S.V. jedoch seit nunmehr 37 Jahren ausschließlich Schießsport nach der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes und ist auf den Meisterschaften der Kreis-, Bezirks- und Landesverbänden stets stark vertreten. Schützenfeste dagegen gibt es nicht mehr.
Unter dem Motto „Bei und wird SPORT groß geschrieben“ informierte der Verein über seinen Aktivitäten. Eine Plakatwand zeigte die Vielfalt der angebotenen Disziplinen. Blickfang war ein unbrauchbar gemachtes Match-Luftgewehr. Und auch das selbst Ausprobieren kam nicht zu kurz. Wer den Stand anfänglich für etwas ähnliches wie eine Schießbude hielt, wurde eines besseren belehrt, wenn es darum gingt, mit dem Lichtgewehr freihändig die Biathlon-Scheiben zu treffen. Doch immerhin gab es als Lohn der Mühe auch nicht nur eine Plastikblume, sondern, wie es sich im Sport gehört, Pokale für die Tagesbesten.
Zahlreiche Besucher zeigten sich nicht nur überrascht, ein solches Sportangebot im Stadtteil vorzufinden, sondern auch interessiert an Disziplinen, Trainingszeiten und Trainingsort. Ob nun schlichte Aufklärungsarbeit oder direkte Mitgliederwerbung, in jedem Fall eine wiederholungswürdige Aktion – auch zum Nachmachen für andere Vereine empfohlen, um dem Mitgliederrückgang entgegen zu wirken.
[vslider name="Parkfest"]